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FSP in Hamburg: was du wissen solltest, wenn du umziehen möchtest

26. Juli
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Aug.

Wenn du überlegst, die Fachsprachprüfung (FSP) in Hamburg abzulegen, gibt es einige praktische Informationen – und lokale Besonderheiten –, die du am besten kennst, bevor du dich für den Termin anmeldest.


Wer die Prüfung organisiert und wie das Verfahren abläuft

Die FSP für ausländische Ärztinnen und Ärzte, die in Hamburg arbeiten möchten, wird von der Ärztekammer Hamburg organisiert, im Auftrag der Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration (der sogenannten Sozialbehörde), die für die Erteilung der Approbation zuständig ist.

Der Ablauf: Die Sozialbehörde prüft deinen Approbationsantrag und leitet, wenn sie einen Nachweis der Sprachkenntnisse für erforderlich hält, deine Daten an die Ärztekammer Hamburg weiter. Die Kammer nimmt daraufhin per E-Mail Kontakt mit dir auf und bittet um Überweisung der Verwaltungsgebühr; nach Zahlungseingang erhältst du die schriftliche Einladung mit dem Prüfungstermin.

Die Prüfung besteht aus drei Teilen à 20 Minuten (Anamnesegespräch mit einem simulierten Patienten, Fallvorstellung gegenüber einem Kollegen, schriftliche Dokumentation) und bewertet ausschließlich die sprachliche Kompetenz – nicht die medizinischen Kenntnisse.


Kosten der Prüfung

Die Gebühr für die Fachsprachprüfung bei der Ärztekammer Hamburg beträgt 550 €. Es handelt sich um eine Verwaltungs- und Prüfungsgebühr, die vor Erhalt der Einladung zu entrichten ist.


Was passiert, wenn du nicht bestehst

Ein paar wichtige Punkte:

  • Das Ergebnis wird dir per E-Mail mitgeteilt und auch an die Sozialbehörde übermittelt, die den weiteren Verlauf des Verfahrens übernimmt.

  • Im Falle des Nicht-Bestehens kann in der Regel frühestens nach drei Monaten ein neuer Prüfungstermin angesetzt werden.

  • Die Prüfung kann beliebig oft wiederholt werden – bei jeder Wiederholung ist jedoch die volle Gebühr erneut fällig.

  • Erscheinst du zu spät oder gar nicht zur Prüfung, wird sie unabhängig vom Grund automatisch als nicht bestanden gewertet.

Angesichts der nicht unerheblichen Gebühr bei jedem Versuch lohnt sich eine gründliche Vorbereitung schon beim ersten Termin – nicht nur wegen der Prüfungsangst, sondern auch aus finanzieller Sicht.

Zur Einordnung: Die Durchfallquote bei der FSP liegt sowohl bundesweit als auch in Hamburg in der Regel bei etwa 30 bis 40 Prozent beim ersten Versuch – das heißt, ungefähr jeder dritte Kandidat besteht die Prüfung beim ersten Mal nicht.


Die Fachbegriffe-Aufgabe

Ein Teil der Prüfung in Hamburg besteht aus einer spezifischen Aufgabe zu Fachbegriffen: Du erhältst 15 Fachbegriffe (Begriffe aus der medizinischen Fachsprache), die du in die entsprechende Patientensprache übersetzen musst – also in eine Sprache, die für einen Patienten ohne medizinische Ausbildung verständlich ist. Diese Übung erfordert eine sichere Beherrschung beider Sprachregister, nicht nur der Fachterminologie.


Die Besonderheiten der Prüfung in Hamburg

  • In Hamburg kursieren etwa 35 Fallbeispiele, aus denen deine Prüfung stammen kann – ein Grund mehr, dich auf ein breites Spektrum an Szenarien vorzubereiten und nicht nur auf einige "typische" Fälle.

  • Der Arztbrief (der schriftliche Bericht) muss in ganzen Sätzen verfasst werden, also in vollständigen und grammatikalisch korrekten Sätzen – ein telegrammartiger Stichpunktstil reicht nicht aus.

  • Ein praktisches Detail, das man nicht unterschätzen sollte: Während der Patientenvorstellung (der Fallvorstellung gegenüber dem Kollegen) hast du nur den Anamnesebogen vor dir liegen, nicht den bereits verfassten Arztbrief. Deshalb lohnt es sich, sich schon während der Anamnese daran zu gewöhnen, knappe Notizen direkt in Fachsprache auf dem Bogen zu machen: Sie helfen dir, den Fall präzise darzustellen, auch ohne den schriftlichen Bericht griffbereit zu haben.

Dies sind nur einige der Besonderheiten der Prüfung in Hamburg – die weiteren verraten wir dir im Kurs bei uns.


Der Kontakt der zuständigen Behörde

Für Informationen zu deinem Approbationsverfahren in Hamburg ist das Landesprüfungsamt für Gesundheitsberufe der Sozialbehörde zuständig:

Wie du dich mit RevolingoMed vorbereiten kannst

Bei RevolingoMed kannst du das Vorbereitungsformat wählen, das am besten zu dir passt:

  • 🩺 Einzelunterricht FSP, individuell auf dein Niveau und deine spezifischen Lücken abgestimmt

  • 👥 Gruppenkurse FSP, um dich auch im Austausch mit anderen Kandidat:innen zu üben

  • 📚 Im Selbststudium, mit Zugang zu unserer Google Classroom speziell für Hamburg: hier findest du die am häufigsten geforderten Fachbegriffe der Hamburger Prüfung sowie die für dieses Bundesland spezifischen Fallbeispiele – und wir können gemeinsam gezielte Simulationen zu diesen Szenarien durchführen (begleitete Minderjährige, senile Demenz, Alkoholabusus)


Für den bürokratischen Teil möchten wir dich außerdem an unseren vorherigen Artikel zu den erforderlichen Unterlagen für die Approbation sowie an unseren Service für beglaubigte Übersetzungen erinnern.

Du kannst deine Unterlagen gerne an folgende Adresse senden:📩 info@revolingomed.com🌐 www.revolingomed.com📞 +49 157 8506 5019

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken. Verfahren und Anforderungen können sich im Laufe der Zeit ändern. Wir empfehlen daher, die jeweils aktuellen Informationen immer bei der Ärztekammer zu überprüfen, bei der du die Prüfung ablegen möchtest.

 
 
 

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